Methodik
Der Weg von der Problemdarstellung des Kunden bis zur angepassten Inbetriebnahme einer Softwarelösung ist lang und häufig sehr komplex.
Unser methodisches Vorgehen orientiert sich an international anerkannten Standards. Grundlage ist der Standard IEEE 830 Software Requirements Specification (SRS) des Institute of Electrical and Electronic Engineers. Die von dieser Methode vorgegebene Grundstruktur ist die Aufnahme der Anforderungen des Kunden (Customer Requirement) und die Beschreibung der Anforderungen an die zu liefernde Software (Development Requirement).
1. Recherche und Analyse
Die genaue Definition der Aufgabenstellung ist oftmals ein kritischer Punkt. Ausgangspunkt einer jeden Projektarbeit ist daher ein Hineindenken in die individuelle Unternehmensphilosophie, aus der sich ein Verständnis für unternehmens-spezifische Abläufe, aber auch ein Verständnis der Corporate Identity gewinnen lässt.
Im Rahmen der ersten Phase sammeln und bewerten wir gemeinsam mit dem Auftraggeber alle verfügbaren Informationen zur Marktsituation aber auch zu funktionalen und technischen Aspekten, und schaffen damit ein gemeinsames, übergreifendes Verständniss der Projektziele und Bedingungen.
Die Aufgabenformulierungen sollten sich an den Benutzern orientieren, und sorgfältig aber nicht zu eng formuliert sein, sonst ist die Chance auf neue Lösungsansätze schon in dieser frühen Projektphase genommen.
2. Konzeption und Strategie
Nachdem in der ersten Phase das Problem mit seinem Umfeld analysiert wird, werden in der zweiten Phase Problemlösungen produziert. Es ist die Phase der Ideenproduktion durch Rückblick auf die analytischen Ergebnisse und durch Vorausschau auf mögliche Lösungen. In dieser Konzeptphase bilden wir eine Bandbreite an groben Lösungs-varianten bzw. –alternativen. Grundlage sind die strukturierten Daten der vorangegangenen Recherche und Analyse. Ziel ist es übergeordnete Lösungskonzepte in Teillösungen zu gliedern und Details zu einem stimmigen Gesamtkonzept zusammenzufügen.
Die in der Aufgabestellung festgehaltenen Ziele, oft ein Bündel miteinander verflochtener Probleme wird hierzu strukturiert, in Haupt- und Nebenfunktionen unterteilt und damit für alle Instanzen überschaubar. Nachdem für einzelne Details Lösungsprinzipien gefunden wurden können die Detaillösungen unter Berücksichtigung des zuvor erstellten Briefings zu Konzeptvarianten zusammengefügt werden.
3. Entwurf und Lösung
Aus den zuvor erarbeiteten Alternativen wird in dieser Phase nun im Vergleich mit den vorher aufgestellten Sollwerten die brauchbarste Lösung ermittelt. Die Entwicklung von Lösungen oder Produkten im IT-Bereich ist nicht die Gestaltung und Aneinanderreihung von Seiten oder Funktionalitäten, sondern die Gestaltung und Definition von Prozessen. Um es bewerten zu können müssen Bedienvorgänge immer wieder durchgespielt, oder besser Tests durchgeführt werden. Zu Beginn dieser Phase arbeiten wir an gestalterischen und technischen Details, es werden Varianten erprobt gemeinsam mit dem Auftraggeber bewertet.
4. Optimierung und Feinkonzept
Der letzte Schritt innerhalb eines Projektes ist die Konkretisierung der ausgewählten besten Problemlösung. Dabei wird diese nochmals überarbeitet und detailiert ausformuliert. Es erfolgt eine weitere Abstimmung des Ansatzes in Hinblick auf Architektur, Design und Technologie. Ziel dieser Phase ist ein Konzept für die konkrete Gestaltung und eine Verdeutlichung aller Inhalte und ihrer Funktionalitäten. Die exakte Ausarbeitung erfolgt in enger Abstimmung mit allen beteiligten Instanzen eines Projektes.


